Freundesbrief 2016

Vor wenigen Tagen wurde der diesjährige Freundesbrief Ndolage von Dr. Beier veröffentlicht. Wie immer veröffentlichen wir ihn auch gerne auf unserer Webseite, damit jeder interessierte Zugriff darauf hat. Vorallem die Spender aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis sollen so einen Einblick in den Alltag in Ndolage bekommen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und eine besinnliche Adventszeit.

Julija und Stefan

 

Neuer Kalender für Ndolage

Auch in diesem Jahr wird es wieder den Kalender "Miujiza midogo" geben. Miujiza midogo ist kiswahili und bedeutet "Kleine Wunder".

Der Erlös aus dem Verkauf des Kalenders geht wie immer zu 100% an den PPF (Poor Patients Fund) für das Partnerkrankenhaus des St. Johannisstift Krankenhauses in Ndolage, Tansania.

Der Fund sorgt dafür, dass auch mittellose Patienten, vorwiegend Kinder, im Krankenhaus behandelt werden können. Mehr Infos zum Krankenaus Ndolage und dem Projekt findet ihr hier auf unserer Webseite. Den letzten Freundesbrief Ndolage findet ihr direkt unter diesem Artikel. Der Freundesbrief wird jedes Jahr von Dr. Frank Beier aus Werther verfasst. Er koordiniert das Projekt hier aus Deutschland und hat selbst mit seiner Familie 5 Jahre in Ndolage gelebt und gearbeitet. Im vergangenen Sommer war Familie Beier mit weiteren Unterstützern in Ndolage und hat neue Eindrücke mitgebracht. Auf den neuen Freundesbrief dürft ihr euch jetzt schon freuen.

Julija und ich würden uns sehr freuen, wenn ihr auch einen Tischkalender für 6€ bestellt. Selbstverständlich könnt ihr auch mehrere bestellen. :-) Schickt uns einfach eine E-Mail, eine WhatsApp, eine Facebook-Nachricht, eine Xing-Nachricht, eine LinkedIn-Nachricht oder was auch immer und lasst uns wissen, wie viele Kalender ihr haben möchtet.

Asante sana!

Julija und Stefan

 

Ndolage Freundesbrief 2015

Wie jedes Jahr um diese Zeit, erscheint der liebgewonnene Ndolage Freundesbrief von Dr. Frank Beyer. Mit der Veröffentlichung des Briefs auf unserem Blog, wollen wir allen Unterstützern des Projekts "Poor Patients Fund" herzlich danken und aufzeigen, was aus den Spendengeldern geworden ist. Vor allem im aktuellen Jahr sind wieder gute Fortschritte gemacht worden. Aber macht euch einfach selbst ein Bild von der Situation. Den Brief könnt ihr hier herunterladen.

Viel Spaß und eine schöne restliche Adventszeit wünschen

Julija und Stefan mit Maximilian und Laurenz

 

Lippekinder sammeln für Ndolage

Seit gut einem Jahr geht unser Sohn Maximilian in die Kita Lippekinder in Schloß Neuhaus und fühlt sich dort pudelwohl. In den vier Wochen vor den Weihnachtsferien verkaufen die Kinder dort Sachen die sie gebastelt haben und andere nützlichen Dinge. Jede der vier Gruppen stellt für eine Woche das "Verkaufspersonal", das den kleinen Stand direkt am Eingang der Kita betreibt. Zusätzlich werden Freitags morgens Waffeln an die Eltern verkauft. Der Erlös der Aktion wird anschließend für einen guten Zweck gespendet.

In diesem Jahr war der gute Zweck das Krankenhaus in Ndolage. Die Kinder und Eltern wussten im Vorfeld schon Bescheid. Julija und ich hatten dazu ein kleines Infoblatt erstellt. Am Ende der Aktion standen knapp 500€ auf der Erlösseite. Laut Gerda Schleicher, der Leiterin der Kita, war das ein außergewöhnlich hoher Betrag. Wir haben uns natürlich sehr darüber gefreut. Um den Kindern zu zeigen, wohin das Geld gespendet wird, habe ich ein paar Fotos in einer PowerPoint Präsentation zusammengetragen und sie ihnen gezeigt. Natürlich haben wir uns zunächst die Tiere angesehen, die typischerweise in Afrika leben. Sehr zur Begeisterung des Publikums. Dann haben wir uns Fotos von dem Krankenhaus in Ndolage angesehen und wie es zum Vergleich in Krankenhäusern in Paderborn  aussieht. Abschließend haben wir uns natürlich die Kinder, die in Ndolage leben und behandelt werden angesehen. Auch diese Fotos kamen bei den Kleinen und Großen sehr gut an.

Nach dem Vortrag übergab Frau Schleicher dann einen Korb voll Geld an Maxi und mich. Alle Kinder durften vorher nochmal in den Korb sehen, um das Ergebnis ihrer Arbeit zu bewundern.

Geldübergabe

Hier übergibt Frau Schleicher gerade den Korb an Maxi und mich.

Im Namen des PPFs und aller Patienten des Ndolage Krankenhauses bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Beteiligten.

Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit Judith Berg wieder 300 Kalender "Miujiza Midogo" verkaufen konnten und so eine weitere hohe Summe an den PPF gespendet werden konnte. Für alle Interessierten gibt es hier noch den Freundesbrief 2014. Der Freundesbrief enthält den erfreulichen Verlauf des Jahres 2014 und ein paar Geschichten aus Ndolage.

 

Totes Meer - Massada - En Gedi

Mit dem Taxi fuhren wir nach unserem Aufenthalt in Petra wieder zur israelischen Grenze. Wir hatten im Vorfeld natürlich von den aktuellen Spannungen in Israel erfahren. Einer Gruppe deutscher Aktivisten wurde die Einreise nach Israel verwehrt, um gegen die israelische Seeblockade für Hilfslieferungen nach Gaza zu demonstrieren. Wir hatten uns daher schon auf entsprechend lange Kontrollen und Interviews eingestellt, aber nichts von dem trat ein, zum Glück.

Schnell hatten wir den Mietwagen in Eilat abgeholt und machten uns auf den Weg in den Kurort En Boqeq ans Tote Meer. Wir waren beide sehr gespannt, wie das Bad in diesem ganz speziellen Gewässer wohl sein würde. Kaum im Hotel angekommen, ging es daher auch schon zum Strand. Zu diesem Zeitpunkt hatte unsere Reise und die noch junge Ehe wohl den absoluten Tiefpunkt erreicht … 398m unter dem Meeresspiegel und damit der tiefste Punkt der Welt. Smiley mit geöffnetem Mund Das Tote Meer ist mit mittlerweile knapp 30% Salzgehalt nicht nur das salzigste Gewässer, sondern mit 300g pro Liter auch das Mineralhaltigste. Dass diese Tatsache von der Industrie nicht ungenutzt bleibt, dürfte wohl jedem klar sein. Allerdings wird nur das südliche Becken für industrielle Zwecke genutzt. Im Unterschied zum nördlichen Becken (gut 400m tief), ist es auch nur 5m tief. Der Salzgehalt ist in den letzten Jahren stetig angestiegen. Grund dafür ist der immer weiter fallende Wasserspiegel. Gespeist wird das Tote Meer maßgeblich durch den Jordan. Das Jordanwasser wird aber immer intensiver für die Industrie genutzt. Noch viel dramatischer wirkt sich der Yarmouk Staudamm in Jordanien aus, der mit israelischer Billigung gebaut wurde. Die Zukunft des Toten Meers sieht daher nicht gerade rosig aus.

Eigentlich hatten wir eine kleine Erfrischung erwartet, als wir uns die Fluten stürzten. Bei gefühlten 40 Grad Wassertemperatur, konnte man allerdings nicht wirklich von Abkühlung sprechen. Dafür war der Auftrieb des Wassers noch stärker als wir erwartet hatten! Man hebt ab und “ploppt” wie ein Korken an die Wasseroberfläche, sobald man mehr als hüfttief im Wasser steht. Dummerweise hatte der Kamelritt seine “Spuren” hinterlassen und machte das Bad im Salzsee zu einem eingeschränkten Vergnügen. Wir trösteten uns damit, dass die Heilung dadurch wohl beschleunigt würde.

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Am nächsten Tag stand wieder “Geschichte” auf dem Programm. Das erste Tagesziel war die Festung Massada, die von Herodes dem Großen in den Jahren 37 bis 31 v.Chr. zu immenser Größe ausgebaut wurde. Mehr als 100 Jahre später, begingen hier knapp 1000 Zeloten (Juden) geschlossen Selbstmord, nachdem sie zuvor 7 Jahre lang durch römische Legionen belagert wurden. Aus diesem Ereignis bezieht der Staat Israel und im Besonderen dessen Armee bis heute einen guten Teil ihres Selbstverständnisses.

Bei extrem warmen Temperaturen fuhren wir mit der Seilbahn hinauf und sahen uns die riesige und vor allem beeindruckende Ausgrabung an. Teilweise waren sogar noch Bodenmosaike und Wandfarbe erhalten, so dass man einen ungefähren Eindruck der damaligen Inneneinrichtung bekam.

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Eingenommen wurde die Festung übrigens, indem die Römer eine riesige Rampe aufschütteten, darauf eine 25m hohe Plattform errichteten und darauf wiederum einen 20m hohen Turm mit einem Rammbock errichteten. Wenn man bedenkt, dass es damals noch keine Bagger geschweige denn einen Kran gab, kann man sich nur schwer vorstellen, was das für eine Arbeit war.

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Die Rampe von der Seite… und von oben.

Für die nötige Abkühlung sorgte dann das nächste Tagesziel: En Gedi. En Gedi ist eine Oase mitten in der Negev-Wüste. Sie liegt 20km nördlich von Massada und ebenfalls am Toten Meer. Die Oase blickt immerhin auf 6000 jährigen Besiedlungsgeschichte zurück. Aufgrund der mal wieder immensen Hitze, beschränkten wir uns auf den kleinen Wanderweg zur Davidquelle und nutzten die zahlreichen Miniwasserfälle zur Erfrischung. Eine nette Abwechslung auf unserer Reise nach Jerusalem.

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