Safari Tag 1: Lake Manyara

Nach unserer Kilimanjaro Besteigung freuten wir uns auf ein wenig Enspannung und vor allem richtige Betten. Leider war mir irgendwie entfallen, dass wir unsere anschließende 5-Tages Safari in der Camping Version gebucht hatten. Also nix mit Betten, sondern wieder rein in die Zelte und ab in den Schlafsack. Juhu! :-)
Wie schon bei der Kili-Tour waren wir auch bei der Safari allein, d.h. wir zwei, der Fahrer (Mohammed) und eine Köchin (Manka). Sehr privat! Der erste Tag führte uns von Moshi aus zum Lake Manyara, einem kleinen Nationalpark etwa 3-4 Stunden von Moshi entfernt. Bevor wir gegen 4 Uhr zu unserem ersten Gamedrive aufbrachen, wurde aber erst der Campingplatz angesteuert, Zelte aufgebaut und das Auto ausgeräumt. Im Gegesatz zu den bisherigen Touren mußten wir uns aber hier um nichts kümmern. Selbst das Zelt wurde für uns aufgestellt. Leider hatten sie für uns zwei langen Schlachse wohl das Kleinste aus ihrem Fundus herausgepickt. Zumindest wenn man die restlichen, zum Teil "Doppelhaushälften" auf dem Platz mit unserem Mini-Igluzelt verglich. Wozu braucht ein 1,50m Japaner ein 2m hohes Zelt??? Aber: "Hakuna matata!" - "No problem!" Geschlafen wird ja im allgemeinen in der Horizontalen und das geht auch in der kleinsten Dackelgarage.
Der erste Gamedrive verlief dann schon mal recht vielverprechend und machte Lust auf die kommenden Tage. Mit offenem Verdeck, geschützt durch ein Sonnendach, fuhren wir mit bestem Rundumblick zuerst durch einen tropischen Regenwald, der sich dann schließlich in eine Weite Ebene öffnete. Aufgrund der langen Trockenperiode war das Wasser des Sees weit zurückgewichen. Neben verschiedenen Affenarten, Warzenschweinen und unzähligen Vogelarten, darunter auch die ersten Flamingos, sahen wir auch Elefanten mit ihren Kälbern sowie einige Antilopen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit waren wir wieder zurück im Camp, wo Manka bereits dabei war, für uns das Abendessen zu kochen. Um unsere staubigen Kehlen zu ölen, führte der erste Weg direkt an die Bar. Neben gut gekühlten Getränken waren hier auch einige bekannte Gesichter anzutreffen, die wir noch vom Kili her kannten. "Kilimanjaro-Besteigung mit anschließender Safari" - offensichtlich eine gängige Kombination. Nach einem leckeren Abendessen mit unserem Guide verzogen wir uns recht zeitig in unser Zelt(chen).